150 Jahre Feuerwehr Schramberg

Alle Informationen zu unserem 150-jährigen Jubiläum vom 21. bis 23. Juni 2019
finden Sie auf unserer Jubiläumsseite unter

www.150-jahre-feuerwehr.de

Nicht bei jedem Einsatz der Feuerwehr Schramberg braucht es eine Alarmierung über die Leitstelle. Manchmal reicht es auch, wenn ein Hubschrauber über dem Hof schwebt. So am vergangenen Donnerstag, dem 16. September.

Es ist nichts Ungewöhnliches, dass der Rettungshubschrauber Christoph 11 aus Villingen-Schwenningen Einsätze in Schramberg fliegt. Ungewöhnlich ist es aber, wenn die Maschine im Tiefflug eine Schleife über der Talstadt zieht, um dann plötzlich zur Landung anzusetzen. Der einzige für solch ein Manöver geeignete Platz in der Innenstadt ist der Hof der Feuerwehr. Obwohl gar nicht direkt alarmiert, sicherten Gerätewart und anwohnende Kameraden den Platz ab und kamen, ganz nach dem Motto "Allzeit Bereit!", unaufgefordert ihrer verinnerlichten Feuerwehrpflicht nach. Und so blieb, während Notarzt und Rettungsassistent im Einsatz waren, für Feuerwehr und Pilot ein wenig Zeit zum Plaudern und Fotos schießen. Denn, es landet nicht jeden Tag ein Hubschrauber bei der Feuerwehr.

Linktipp:
» Station Villingen Schwenningen der DRF Luftrettung

"Auch in Zeiten von Kurzarbeit und Wirtschaftskrise kann sich die Schramberger Wehr nicht über Arbeitslosigkeit beklagen", so das Resumée der Abteilungskommandantin Annette Melvin bei der Hauptversammlung der Abteilung Schramberg am vergangenen Freitag.

Nach einer kurzen Zusammenfassung des Jahres und einem Lob für die gesamte Mannschaft, die sich auch im Jahr 2009 durch gute Zusammenarbeit und Kameradschaft auszeichnete, folgte der Bericht des Schriftführers Jochen Schaub, der die Wichtigkeit der Wehr mit Zahlen untermauerte:

92 Einsätze hatte die Abteilung im Geschäftsjahr 2009 zu bewältigen, darunter 29 Brandeinsätze, 2 Gasalarme und insgesamt 46 technische Hilfeleistungen, wie z.B. Ölspuren oder Verkehrsunfälle. Dabei kamen insgesamt 1190 Einsatzstunden zusammen.

Dazu kamen noch insgesamt 27 Übungen, Fahrzeugpräsentationen und Branderziehungen. Auch die Aus- und Weiterbildung wird bei der Schramberger Wehr groß geschrieben: So besuchten insgesamt 14 Kameraden sieben verschiedenste Lehrgänge.

Mit einem derzeitigen Mannschaftstand von 45 Kameraden und einem Altersschnitt von 31 Jahren ist die Abteilung Schramberg für die Zukunft gut aufgestellt - in der heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit.

All diese Zahlen verdeutlichen, dass das Ehrenamt bei der Feuerwehr viel Engagement der Kameraden benötigt. Und doch bleibt noch Zeit für gemeinsame Aktivitäten ausserhalb des Dienstes, wie die Ausflüge (z.B. an den Bodensee), der alljährliche Lichtgang, sowie die Teilnahmen am Kegelturnier der Bach-Na-Fahrer und der Stadtmeisterschaft des Schützenvereins beweisen.

Auch im Jahr 2009 wurden zahlreiche Kandidaten befördert: Kevin Brändle, Burak Kircali, Steffen Lucia, Philip Melvin, Johannes Rapp, Helmuth Schmid und Harun Zenki wurden zum Feuerwehrmann ernannt. Zum Oberfeuerwehrmann wurden Johannes Freckmann, Stefan Grimm und Axel Hug befördert. Mehmet Mocan, Stefan Pfaff und Thomas Smolorz können sich künftig mit dem Titel Oberlöschmeister schmücken.

Eine besondere Ehrung gab es für Herbert Wöhrle, der im Jahr 2010 nach über 40 Jahren aktivem Feuerwehrdienst in die Alterswehr übertritt.

Neben dem Bericht, des Kassenwartes und dessen Entlastung standen auch noch die Wahlen des Abteilungsausschusses an. Die Kameraden Bernd Schmid, Fabian Kohlmann, Jochen Schaub, Karl-Friedrich Teufel, Stefan Pfaff, Günther Krause, Erwin Szakaci, Jan Hug und Frank Soppart wurden dabei in geheimer Abstimmung gewählt.

Deutlich realistischer als sonst wurde am Schramberger Gymnasium diese Woche eine Alarmübung durchgeführt. Unter Einsatz von Nebelmaschinen wurde das dritte Obergeschoß verraucht und dadurch ein möglicher Fluchtweg abgeschnitten - ganz so, wie es im Ernstfall auch passieren könnte. Dabei sind auch offensichtliche Mängel an den Brandschutzanlagen der in den 70er Jahren erbauten Schule zu Tage getreten.

So schliessen zwar die Brandschutztüren bei einer Verrauchung, diese sind jedoch nicht in allen Gängen vorhanden - und geben den Alarm auch nicht weiter. Ein Druck auf eine der im Treppenhaus verteilten Alarmknöpfe löst einen Alarm auch nur im Büro des Hausmeisters aus. Sollte der gerade nicht vor Ort sein, kann es zu lebensgefährlichen Verzögerungen in der Alarmierung kommen.

Auch eine vollständige Evakuierung des Gebäudes über die Rückseite ist nicht an allen Gebäudeteilen möglich, da Steck-  und Schiebeleitern erst über unwegsames Gelände - und damit viel zu zeitaufwändig - transportiert werden müssen. So bleibt nur eine Rettung über die Frontseite des Gebäudes über die Drehleiter.

Die Kommandantin der Schramberger Abteilungswehr Annette Melvin und der Schulrektor Bernhard Dennig waren sich einig, dass es an einigen Stellen Verbesserungen in der Sicherheitstechnik geben muss und berieten dies auch mit Stefan Gögler vom städtischen Hochbauamt, der die Übung ebenfalls beobachtet hatte.

Dienstplan als iCal

Der unter diesem Link angebotene Kalender enthält ständig die aktuelle Version des Dienstplans der Abteilung Schramberg.

 

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